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13.3.2020 StZ: Bürger stimmen für Windräder

Bei einem Bürgerentscheid in Tengen hat eine große Mehrheit für neue Windräder gestimmt – das ist in dieser Form einmalig im Südwesten. Könnte das Vorgehen in Tengen Vorbild für andere Kommunen werden?


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24.4.2019 KONTEXT: Angst killt Argumente


Im Schwarzwald bringt ein Bürgerentscheid ein lokales Projekt für erneuerbare Energie zu Fall: Windkraftgegner schürten erfolgreich Ängste gegen Bürgerwindräder. Zum kontext Artikel


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StZ: Weniger Windradstandorte im Rems-Murr-Kreis

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BKZ: Da kann man nicht groß diskutieren

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2. Nachfrage an die CDU Fraktion

Veröffentlicht von Reinhard (reinhard_rueckenw) am 28 Apr 2016
Meinung >>

 

Sehr geehrter Herr Sczuka,

herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Leider sehe ich noch keinen Schritt der Annäherung unserer Meinungen. Auch meine abschließende Frage, "Auf welchem anderen Weg wollen Sie hier im Kreis die für den Klimaschutz dringend erforderliche Reduzierung des CO2 Ausstoßes erreichen?" ist noch nicht beantwortet.

Zum Thema GO Antrag. Sie erklären weiterhin lapidar, dass der Kreistag nicht zuständig sei. Sie gehen in keiner Weise auf unsere Argumentation, Klimaschutz sei ein wichtiges Thema im Kreis und deshalb sollte der Kreistag dazu auch seine Meinung äußern können, ein. Es kann ja sein, dass der Kreistag sich gegen die Empfehlung zur Umrüstung ausspricht. Warum wollen Sie also diese Meinungsäußerung verhindern? Darf der Kreistag keine Meinung zu einem Thema haben, das die Klimaschutzziele im Kreis massiv tangiert?

Zum Thema Thema Flugsicherheit. Das BAF hat in einem uns vorliegenden Schreiben erklärt, dass die Winkelfehler-Reserven des VOR Luburg erschöpft seien und deshalb dem Windpark Zollstock/Springstein keine Baugenehmigung erteilt werden kann. Mit der Umrüstung auf DVOR Technik verringert sich dieser Winkelfehler um das zwei bis dreifache. Wenn sich die Gegner schon Sorgen um die Flugsicherheit machen, warum wollen sie diese grenzwertige Situation dann nicht verbessern?

Als Anlage findet Sie Beispiele von sieben Flugfunkfeuern im Bundesgebiet, in deren Anlagenschutzbereich bis zu 119 (!) Windkraftanlagen stehen. Beim VOR-Luburg steht bisher 1 WEA. Und damit soll der zulässige Winkelfehler schon ausgeschöpft sein? Messungen im Auftrag u.a. der Landesregierung haben ergeben, dass im Abstand von 3 km zu einem DVOR-Funkfeuer kein zusätzlicher Winkelfehler mehr fest zu stellen ist.

"Das Gutachten der Arbeitsgruppe von Prof. Gerhard Hüttig/Prof. Elmar Giemulla der TU Berlin, das auch die konkreten Messerergebnisse aus einem Gutachten von Herrn Dr. Bredemeyer im Umkreis der Flugsicherungsanlage Michaelsdorf einbezieht, kommt im Kern zu folgenden Ergebnissen: Grundsätzlich gehe von Windkraftanlagen außerhalb eines 3-Kilometer-Schutzradiusses keine nachweisbare Störwirkung auf die UKW-Drehfunkfeuer aus. Die derzeit verwendeten Berechnungsmethoden der Deutschen Flugsicherung und weiterer Gutachter entsprächen nicht der Realität. Es fehle eine verlässliche Simulations- und Berechnungsmethode für die Bestimmung von etwaigen Winkelfehlern; das Prognosemodell sei nicht validiert."
Quelle: https://mwkel.rlp.de/de/themen/energie-und-strahlenschutz/erneuerbare-energien/windenergie/

Die restriktive Position der DFS zum Ausbau der Windkraft und ihre rechtliche Position ist mir/uns bekannt. Deshalb müssen Wege gesucht werden, wie man trotz dieser Position noch WEAs an Wind höfigen und Natur und Umwelt verträglichen Standorten erstellen kann, ohne die Flugsicherheit zu beeinträchtigen. Ein möglicher Weg dorthin ist die Umrüstung des VOR-Luburg zum DVOR. Ihre Fraktion muss sich entscheiden, ob sie sich für mehr Flugsicherheit und Klimaschutz einsetzen will oder lieber den Kopf in den Sand steckt und damit die Energiewende im Rems-Murr-Kreis blockiert.

Als Ing. grad. der Nachrichtentechnik habe ich 20 Jahre lang für Funk- und Radarsysteme der Bundesluftwaffe und der NATO gearbeitet. Ich bin also in der Lage die Dokumente der ICAO zu lesen und zu verstehen. Zusätzlich bin ich über den Verlauf der Gespräche in den ICAO Normengruppen aus verschiedenen Quellen informiert. Daher weiß ich auch, dass die restriktive Position der DFS eine rein politische, physikalisch und mathematisch nicht begründete ist. Leider hat das Bundesverwaltungsgericht sich dieser Frage nicht gestellt.

Mit obigem Wissen ist Ihnen jetzt vielleicht vorstellbar, warum die Chancen für den Windpark Zollstock/Springstein in unseren Augen sich deutlich verbessern, wenn auf die DVOR-Technik umgerüstet wird.

Zu Wertschöpfung im Rems-Murr-Kreis. Alleine für den ursprünglich beantragten Windpark Zollstock/Springstein mit 6 WEAs sind 30 Millionen EUR an Investitionen zu erwarten. Anschließend wird mit rund 8 Millionen Umsatz im Jahr gerechnet. Dem gegenüber stehen 800.000,- EUR Investitionen für die Umrüstung zum DVOR.

Insider gehen davon aus, das insgesamt bis zu 20 WEAs im nördlichen Rems-Murr-Kreis errichtet werden könnten, wenn die Blockade der DFS überwunden wird. 20 WEAs entsprechen einem Investitionsvolumen von etwa 100 Millionen EUR und einem Jahresumsatz von etwa 26 Millionen EUR. Warum sollen diese Investitionen im Kreis verhindert werden, wenn der Aufwand sie zu ermöglichen weniger als 1 Promille der Investitionssumme beträgt?

MfG Reinhard Muth

Zuletzt geändert am: 28 Apr 2016 um 18:19

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